Donnerstag, 1. Oktober 2026

Shadow Weave, Teil 1 - 27. September 2026

Wieder einmal hieß es für unseren WeberTreff umzuziehen in neue Räumlichkeiten, da das Haus der Begegnung in Mettmann leider nicht mehr zur Verfügung steht. Gefunden haben wir sie im Caritas-Altenstift Vinzenz von Paul-Haus, welches sozusagen um die Ecke zum alten Treffpunkt liegt. Auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Örtlichkeit. Neben dem WeberTreff haben auch der Reparatur-Treff "nicht intakt" und die Kleidertauschbörse dort ein neues Zuhause gefunden.

 
 
Shadow Weave war unser Thema. In 2013 haben wir uns schon einmal damit beschäftigt (klick!). Dieses mal gibt es etwas mehr Theorie dazu! Im folgenden Bild sind zwei Farbverflechtungen zu sehen, links das sogenannte Pepita und rechts Logcabin. Beiden zugrunde liegt eine reine Leinwandbindung. Der Farbeffekt kommt zustande durch die Kombination von Kett- und Schussfarbenfolgen:
 

Beim Shadow Weave wird die Kombination senkrechter und waagerechten Streifenbildung genutzt. Anders als beim Logcabin bleibt die Farbfolge in Kette und Schuss gleichbleibend, zB. dunkel-hell. Der Effekt muss also anders erreicht werden. Schauen wir uns die Entwicklung Schritt für Schritt an. Und zwar die Entwicklung des sogenannten Powell-Systems, nach Marion Powell (1976).

1. Wir gehen von einer reinen Leinwandbindung aus, Farbwechsel streng Dunkel (Schaft1)-Hell (Schaft2)
Effekt: waagerechte Streifen, wenn
Dunkel gehoben wird auch Dunkel eingetragen und wenn Hell gehoben wird, wird auch Hell eingetragen:


2. Durch einen Wechsel in der Trittfolge erreichen wir den umgekehrten Effekt: wenn Hell gehoben wird, wird Dunkel eingetragen, und wenn Dunkel gehoben wird, wird Hell eingetragen. Es entstehen in diesem Bereich senkrechte Streifen. Wir haben also zwei Trittpartien:


3. Was wir in der Trittfolge gemacht haben können wir auch auf den Einzug übertragen. Wir haben zwei Einzugspartien: 
Partie 1:
Dunkel auf Schaft 1 und Hell auf Schaft2   Partie 2: Dunkel auf Schaft 2 und Hell auf Schaft1


4. Bindungstechnisch ändert sich hier noch nichts . Wir haben jedoch zwei weitere Schäfte eingesetzt, und damit schon einmal 4 Einzugspartien: 


5. 
Und noch immer hat sich bindungstechnisch nichts geändert. Aber wir haben nun auch schon vier Trittpartien:

 

6. Und jetzt kommt der Trick! Wir ändern über die Anbindung die Ansteuerung der Schäfte 1 und 2 bei den Tritten 3 und 4. Das bewirkt in den Bereichen wo Trittpartie 2 und Trittpartie 4 auf Einzugspartie 1 und Einzugspartie 3 treffen eine Umkehrung der Effekte:



Anstatt die Anbindung der Schäfte 1 und 2 bei den Tritten 3 und 4 zu ändern (linkes Bild), könnten wir auf den Tritten 3 und 4 auch die Anbindung der Schäfte 3 und 4 ändern (mittleres Bild). Auf dem linken Bild können wir rechts und links der "Treppe" jeweils eine helle und eine dunkle Begrenzunngslinie sehen. Beim mittleren Bild hat sich zum einen der Grat geändert, zum anderen sind diese Begrenzungslinien verloren gegangen. Im Englischen spricht man hier von feathering. Ändert man die Schussfarbenfolge erhält man wieder die klaren Begrenzungslinien:


Übersetzung einer Bildpatrone im Powell-System

Bei der Verwendung einer Bildpatrone werden zunächst Einzug und Trittfolge mit dem Powell-System übersetzt. Dabei muss definiert werden, welcher Anzahl von Kett-/Schussfäden ein Kästchen jeweils entspricht. Hier ein Beispiel mit 4 Schäften, spitz angeordnet. Jedes Kästchen im Einzug steht für 6 Kettfäden, im Schuss für 6 Schussfäden. Für die Übertragung der Anbindung der Bildpatrone ist der Bereich im roten Kasten ausschlaggebend. Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Umsetzung:


Wir sehen an den linken oberen Seiten der „Motive“ geschlossene helle Linien, an den rechten unteren Seiten geschlossene dunkle Linien und an den jeweils anderen beiden Seiten offenes „Gefieder“.  Beide Umsetzungen haben plastische Wirkung. Die Bereiche, die in der oberen Umsetzung zurücktreten, treten in der unteren Umsetzung hervor und umgekehrt. Für mich treten die Bereiche mit der waagerechten Streifenbildung jeweils hervor. Es gibt kein richtig oder falsch, sondern einfach nur ein anders!


Für eine absolut symmetrische Variante müssen wir in der jeweiligen „Spitze“ entweder einen zusätzlichen Kett-/Schussfaden hinzufügen, oder einen weglassen. Die Spitzen sind also immer ungeradzahlig. Im Mittelpunkt geht es dann spiegelbildlich weiter. In der mittleren Patrone sind die "Begrenzungslinien" komplett verschwunden; die plastische Wirkung wird geringer. Kehrt man die Schussfarbenfolge um, erscheinen nun "durchgehende Begrenzungslinien". Die plastische Wirkung geht damit vollkommen verloren. Auch hier, nichts ist wirklich falsch, sondern immer nur anders: 



Hier die Umsetzung nach Powell für 8 Schäfte. Links sozusagen die Vorbereitung in reiner Leinwandbindung und rechts die geänderte Anbindung für das Shadow Weave:


 

Das System von Marion Powell ist das jüngere von den beiden Systemen (1976), mit denen Shadow-Weave-Gewebe konstruiert werden können. Bereits in der 40er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte Mary Atwater vom Ripsgewebe kommend das Shadow Weave. (Rips ist eine Ableitung der Leinwandbindung.) Bindungstechnisch gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Systemen.

Als Ausgangspunkt nehmen wir die Version von Marion Powell. Wir tauschen zunächst die Schäfte 2 und 3 (mittleres Bild), und anschließend die Tritte 2 und 3 (rechtes Bild). Das war’s schon! Natürlich ist das Ganze eigentlich anders herum passiert: Powell hat Atwaters Schäfte und Tritte vertauscht.


 

Während bei Marion Powell die Schäfte/Tritte einer Partie immer direkt nebeneinander liegen, setzt Mary Atwater diese möglichst weit auseinander; ihr Ausgangspunkt war das Ripsgewebe mit einer hohen Kettdichte. 

Sie beginnt also für Partie 1: 
Dunkel auf 1,
Hell auf 1 + (Anzahl der Schäfte : 2) 

und entwickelt dann fortlaufend weiter:
Dunkel auf 2,
Hell auf 2 + (Anzahl der Schäfte : 2)

...

 

 

 

 

Vergleichen wir in beiden Systemen die Entwicklung der Paarbildung je Partie. Bei beiden Methoden sind zwei Paare immer „spiegelbildlich“ zu einander. Powell nutzt nacheinander immer 2 aufeinanderfolgende Schäfte und kehrt die Paare dann um. Atwater belegt fortlaufend die zur Verfügung stehenden Schäfte mit Dunkel und ergänzt dann entsprechend fortlaufend zum Paar:

Die Anzahl der Schäfte immer der Anzahl der Einzugspartien. Das Powell-System vermittelt allein optisch schon einen stärkeren Blockcharakter, während das Atwater-System eher etwas Fließendes hat. So kann man in der Literatur immer wieder lesen, dass das Powell-System bevorzugt genutzt wird um Bildpatronen umzusetzen. Mit Hilfe des Atwater-Systems werden mehr Köperstrukturen in Shadow Weave ausgedrückt.


Im Folgenden sehen wir uns drei mögliche Umsetzungen einer Bildpatrone mit dem Atwater-System an. Oben links die Bildpatrone

Links unten eine symmetrische Umsetzung 1:1 (jedes Kästchen im Einzug der Bildpatrone entspricht einem dunklen Kettfaden und entsprechendes gilt für die Trittfolge, die hellen Fäden werden ergänzt)

Rechts oben eine Umsetzung 1:2 (jedes Kästchen im Einzug der Bildpatrone entspricht zwei dunklen Kettfäden und entsprechendes gilt für die Trittfolge, die hellen Fäden werden ergänzt)

Rechts unten eine symmetrische Umsetzung 1:2 (an den "Wendepunkten" wurde ein zusätzlicher Kett-, bzw. Schussfaden hinzugefügt und im Anschluss spiegelbildlich gearbeitet) 



Nun noch ein Beispiel für eine Umsetzung einer "gebrochenen" Bildpatrone:


Damit wären wir am Ende von Teil 1 zum Shadow Weave angelangt. Ich persönlich bevorzuge die Atwater-Methode, da ich mit ihr deutlich mehr Orientierung habe. Teil 2 folgt demnächst!
 

Donnerstag, 20. August 2026

Besuch im Wülfingmuseum - 26. Juli 2026

12 Jahre war es schon her, dass wir als WeberTreff zum ersten mal im Wülfingsmuseum (klick!) in Radevormwald zu Besuch waren: Im Wülfingmuseum 2014. So einiges hat sich dort getan in der Zeit.

Aufhänger für unseren Besuch im Museum war Susannes Jaquard-Webstuhl, den sie dort aufstellen konnte; denn wer hat schon privat den Raum zur Verfügung, der dafür benötigt wird. Aber dazu später mehr. Erst einmal begrüßte uns unser Museumsführer, der uns sehr unterhaltsam durch die Geschichte der Tuchfabrikation geleitete, welche bereits in 1674 gegründet wurde. Egal zu welchem Aspekt der Führung, immer hatte er mindestens eine nette Anekdote zur Hand, welche die zurückliegende Geschichte für uns sehr lebendig gemacht hat.

 

Die Gestaltung einer Kollektion ist die Aufgabe der sogenannten Dessinatur. Welche Farben, Garne, Muster, Schnitte werden in den kommenden Saisons aktuell sein? An diesen Aufgabenstellungen hat sich bis heute nichts geändert. In der Dessinatur ist man der aktuellen Zeit immer schon weit voraus, zwei Jahre um genau zu sein. Man muss den richtigen Riecher für den Trend haben😉! 



In einer eigenen Kammgarnspinnerei wurden die benötigten hochwertigen Kammgarne hergestellt. Von der Faser bis zum fertigen Stoff, alles kam sozusagen aus einer Hand. Um ein hervorragendes Endprodukt herzustellen zu können, waren zahlreiche Zwischen-Prüfungen notwendig um die gewünschte Qualität zu gewährleisten: Wollprüfung (Wollfasern), Garnprüfung, Farbprüfung (z.B. Farbwirkung unter verschiedenen Lichtarten),  und zuletzt die Stoffprüfung: 



Die Geschichte der Tuchfabrik Johann Wülfing & Sohn reicht von 1674 bis 1996, umfasst also einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren! Die industrielle Revolution und die damit einhergehende Technisierung (gerade auch in der Weberei) brachte auch in dem kleinen Ort Dahlerau an der Wupper tiefgreifende Veränderungen mit sich. Wurde zunächst allein die Wasserkraft der Wupper genutzt, kam um 1834 eine erste Dampfmaschine (ca. 50 PS) zusätzlich zum Einsatz. Die heute zu besichtigende Dampfmaschine (ca. 400 PS) wurde im Jahr 1891aufgestellt und war bis 1961 in Betrieb. Ab 1950 wurden alle Maschinen nach und nach auf elektrischen Antrieb umgerüstet. 

In der Chronik des Museums ist nachzuvollziehen, dass ab 1815 die Fabrikation beständig ausgebaut und ausgeweitet wurde.  1846 wurden 450 Menschen vor Ort beschäftigt, insgesamt 6.000 Tuche a 30 m wurden im Jahr an 46 Maschinenwebstühlen produziert. 1920 standen 120 Webmaschinen. Für das Jahr 1900 wird eine Jahresproduktion von 30.000 Tuchen a 30 m dokumentiert.

Wohnhäuser für die ArbeiterInnen wurden errichtet und die Dahlerau entwickelte sich zu einem  Fabrikort mit eigener sozialer Struktur. Bis zu 1.000 MitarbeiterInnen wurden dort beschäftigt. Man spricht auch von der Wülfing-Familie und meint damit nicht die Familie des Besitzers, sondern man versteht sich in der Gesamtheit als Betriebsgemeinschaft. Zitat von der Seite des Museums: "Die Hardts kümmerten sich wie Väter um ihre Wülfing-Familie. Kinderbetreuung für arbeitende Mütter, Bildung, gute Ernährung, Sicherheit und Wohlstand waren bei Wülfing schon sehr früh selbstverständlich." 

Wülfing hatte sich im Laufe der Zeit auf hochwertige Stoffe aus Kamm- und Streichgarnen, also Wollgarnen, spezialisiert. Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich der Zeitgeist. Gefragt wurden Stoffe aus Baumwolle und anderen Materialien. Auch wollte man öfter mal etwas Neues! Es musste also nicht so lange halten und  es durfte nicht so teuer sein. Leitfaden der Firmenleitung jedoch war: "Wir können keine Jeans!" Übersetzt könnte man wohl auch sagen: Wir wollen keine Jeans, sondern das Althergebrachte. Wahrscheinlich wäre eine Umstellung gegen die aufkommende starke Konkurrenz aus Asien auch nicht erfolgreich gewesen. Langen fast 300 Jahren stetigen Auf- und Ausbaus folgten ab ca. 1960 36 kurze Jahre stetigen Niedergangs. Die Zahl der MitarbeiterInnen fiel bis 1980 von 1.000 auf 360 zurück. Zum Zeitpunkt des endgültigen Aus waren nur noch 160 Menschen beschäftigt. Und die Mehrzahl der Webmaschinen ist zur Konkurrenz nach Asien gegangen.


Und wo finden wir denn nun den Jaquard-Webstuhl im Museum? Zum einen auf der großen Ausstellungsfläche. Mit großem Einsatzt ist er dorthin transportiert und aufgebaut worden. Susanne ist im Laufe der Zeit mit diesem Webstuhl um zahlreiche Erfahrungen und vor allen Dingen um enorm viel Fachwissen reicher geworden. Angefangen mit einem Kurs bei Hermann Wendlinger in Wangen im Allgäu, hat sie sich nach und nach tiefer in das Thema eingearbeitet. So blieb keine Frage offen, und auch so manche Geschichte über die Zusammenarbeit mit diesen doch gewaltigen Maschinen wurde erzählt.



Zum anderen sind noch zwei weitere Jaquard-Webstühle im Museum zu finden, und zwar in der Muster-Weberei. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden auf den Jaquard-Webstühlen die Musterproben gewebt, die anschließend auf Schaftwebstühlen umgesetzt wurden. Leider sind sie momentan in der Revision, so dass wir sie nicht in Aktion sehen konnten. In Aktion war dann noch ein Schaftwebstuhl aus den 1920er Jahren, und das mit viele Getöse: 
 


Zum Schluss noch einige Links zum Jaquardweben, die alles viel besser erklären können als wir es hier vermögen:

wikipedia - Jaquardwebstuhl 

Deutschlandfunk - vom Webstuhl zum Computer 

Video: Weben am Jacquard-Handwebstuhl - Sylvia Wiechmann 

damasthandweberei.de - Sylvia Wiechmann 

textilmanufaktur-galz.de - Sirko Galz  (viel Interessantes unter Manufaktur-Geschichten)

handweberei.de - Hermann Wendlinger  (Unendlich Vieles)

Mittwoch, 17. Juni 2026

Sehnsucht Wald - Nachtrag vom 26. April 2026

Bereits im April waren wir wieder zu Besuch im Deutschen Textilmuseum in Krefeld. Das Thema der laufenden Ausstellung ist "Sehnsucht Wald". Da unser gemeinsames Web-Jahresthema 2026 ebenfalls "Wald" ist, wollten wir uns dort ein wenig inspirieren lassen. Durch die Ausstellung begleitet hat uns Silke Midouni, die Museumspädagogin im Krefelder Museum, unten links im Bild.

Bei unserem letzten Besuch im Oktober 2024 (klick!) waren ausschließlich Webarbeiten ausgestellt, und zwar die Bildgewebe der ARTAPESTRY 7.  Wobei das Bildweben im Bereich des Webens ein eigenes Gewerk ist, mit speziellen Techniken und Herangehensweisen. In der  diesjährigen Ausstellung zeigt sich eine größere Bandbreite der textilen Möglichkeiten. 

Im Bild oben rechts ist eine Arbeit von Anne Carnein zu sehen.  Hier der Link zu ihrer eigenen Webseite: annecarnein.de und zu einem Beitrag über ihre Arbeiten in: SWR Kultur - 26.04.2026 (erste 5 1/2 Minuten).

Oben links stehen wir vor einer Arbeit von Alexandra Knie, Meta-Species. Leider ist ihre Seite komplett auf  Englisch, aber Bilder sprechen ja für sich: meta-species-land-and-sea 


Sehr beeindruckend sind die Stickarbeiten der Ukrainerin Diana Yevtukh. Viele ihrer Arbeiten sind in den Bäumen der Straßen von Lviv in der Ukraine im Original zu sehen. In der Ausstellung hängen große Bilder, die ihre Arbeiten sehr gut in Szene setzen. Diana Yevtukh


 

Auf einer großen Wand waren unzählige Petrischalen mit Mikrobio-Kunst aus Alltagsdingen von Ulrike Waltemathes angeordnet worden. Unten ein Viererlei daraus. Hier geht zu einem "Besuch im Duisburger Atelier" und hier zu einem  "Videobeitrag über Ulrike Waltemathes"


 

Konnie Keller ist eine Künstlerin, die sich in vielen sehr unterschiedlichen Bereichen ausdrückt. In der Ausstellung sind zwei Häkelarbeiten zu sehen, die unter ihrer Leitung als Gemeinschafts-Kunstprojekte entstanden sind. Rechts das "Waldwunder", ein Gemeinschafts-Kunstprojekt mit Kultur und Kunst Leinsweiler e.V., an dem über 100 Häklerinnen und drei Schulklassen mit gearbeitet haben. Links ein "Fliegenpilz-Universum", ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt von über 130 HäklerInnen. Hier geht es zur Seite von Konnie Keller, auf der unendlich viel zu entdecken ist; speziell unter den Reitern  Häkelkunst und Waldwunder, der Pfälzer Wald in Schnur und Garn. Aktuell läuft die Mitmachaktion "Fliegenpilz-Universum 2", bei der man bis zum 01.08.2026 Fliegenpilze häkeln und beisteuern kann.


Da ich selber auch gerne sticke, stand ich voller Staunen über so viel Detailarbeit vor den Stickarbeiten von Brunhild Mauss. Fadenmalerei - Brunhild Mauss


 

Zu guter letzt doch noch eine Webarbeit, wenn auch maschinell am Jaquard-Webstuhl umgesetzt. Der Entwurf stammt von Vanessa Helmer, einer Studentin an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. 

 

Dies ist nur eine persönliche Auswahl, vor Ort gibt es noch einiges mehr zu sehen. Ein Besuch des Museums lohnt sich auf jeden Fall immer. 

Rund um die Ausstellung "Sehnsucht Wald" gibt es zahlreiche Angebote und Workshops, vielleicht ist es ja auch etwas für euch dabei: Workshops, Führungen, Aktuelles - im Deutschen Textilmuseum Krefeld

Dienstag, 9. Juni 2026

Wollmarkt in Euskirchen/Kuchenheim - 07. Juni 2026

Same procedure as every year! Wie auch im letzten Jahr waren wir wieder auf dem wunderbaren Wollmarkt im LVR-Museum "Tuchfabrik Müller" vertreten. Bereits um 8:00 Uhr in der Frühe traf sich das Aufbauteam in der oberen Burg. Es dauert doch so seine Zeit bis alles am rechten Platz steht. Die Stellwände müssen montiert, der zur Verfügung stehende Raum gut eingeteilt werden, damit alles gut präsentiert wird. Tische und Stühle wurden hin und her geschoben, bis alles an Ort und Stelle war. Und auch die mitgebrachten Webarbeiten wollten gut in Szene gesetzt sein.

Den größten Platz nahm wie immer der Mitmachtisch ein. Hier konnten wieder Makramee-Armbänder und auch einfache Kumihimo-Bänder  geflochten werden. Die Anleitungen findet ihr im Blogbeitrag vom Wollmarkt 2025. Natürlich war Anna wieder bestens vorbereitet und hatte auch einige neue Bänder im Angebot. Ich glaube, im nächsten Jahr machen wir mal immer ein Foto von den fertigen Bändern, das macht sich bestimmt gut, wenn man alle zusammen sehen kann 😉.


Und was konnte man noch alles sehen bei uns? Marion hatte wieder ihren Ashford-Webstuhl dabei, der sowohl mit Hebeln als auch mit Tritten zu bedienen ist. Wenn ich jetzt ein Foto hätte wäre es wunderbar. Aber immer wenn ich ein Foto machen wollte war sie nicht vor Ort, und wenn sie vor Ort war, habe ich anscheinend nicht daran gedacht ein Foto zu machen. Ich gelobe Besserung für's nächste Jahr! 

Petra hatte ihren Meta-Webstuhl dabei, den sie vor Ort zu Ende eingerichtet hat, so dass die ersten BesucherInnen  noch ein wenig vom Einrichten eines Webstuhl live sehen konnten, bevor es auch bei ihr ans Weben ging.

Bei Bettina  ging es dieses Jahr ums Brettchenweben. Sie hatte zwei Brettchenwebstühle mitgebracht, einen zum Schauweben und einen zum Ausprobieren für BesucherInnen. Im vergangenen Jahr hatte sie Bandwebgeräte fürs Kammweben mit dabei, da wurde sie oft nach Brettchenweben gefragt. Was meint ihr wohl wonach in diesem Jahr gefragt wurde? Natürlich nach Kammweben 😂. Anneliese Bläse erklärt auf ihrer Seite die beiden Techniken: Bandweben und Kammweben. Und hier geht es zu Bettinas Empfehlung rund ums Brettchenweben: Brettchenweben auf www.flinkhand.de

Wie immer war auch wieder der "Klick" mit von der Partie, an dem das Weben gut erklärt werden, und an dem das Weben vor allen Dingen selber ausprobiert werden kann. Er wurde wieder von Matthias betreut, dem zwischendurch immer wieder die Stimme leicht abhanden kam, von all dem Erklären. Einigen Jungen und Mädchen hat das Weben so viel Spaß gemacht, dass sie ihre Eltern sogar mehrfach wieder zum "Klick" abgeschleppt haben.

Am Mitmachtisch waren wir in diesem Jahr so gut aufgestellt (Anna, Gerlinde, Maria, Sabine, Silvia), dass auch noch Zeit für eine interne Spinnlektion war! 

 

Nach dem Wollmarkt ist vor dem Wollmarkt: 06. Juni 2027, wir sehen uns!

Donnerstag, 30. April 2026

Damast - 22. März 2026

Manchmal will gut Ding Weile haben, so auch der Bericht über unseren letzten WeberTreff, der ja schon im März stattgefunden hat. Petra und Jutta hatten gemeinsam einen Kurs bei Beate Stürmer im hohen Norden, in Aurich, besucht. Gemeinsam haben sie das in dem Kurs erlangte Wissen an uns weitergegeben:


Das System eines Damast-Webstuhls zu erklären, so rein theoretisch ohne die Möglichkeit es praktisch vorzuführen, ist gar nicht so einfach. Aber die beiden waren gut vorbereitet. Zusammen haben sie uns durch ihren Powerpoint-Vortrag geführt, der mit vielen Bildern und Geschichten gespickt war, so dass wir das Ganze doch gut nachvollziehen konnten.
 
Dieses mal  gab es auch wieder eine ausführliche und lebhafte Runde  zu mitgebrachten Webarbeiten. Wenn sich ein Weber und 15 Weberinnen treffen, dann gibt es vieles zu sehen, zu fühlen und zu diskutieren. Im gemeinsamen Austausch bleibt selten eine Frage offen, es finden sich immer Lösungen für Problemstellungen, so wie Inspiration und Anregungen für neue Projekte.
 
Gemeinsam und zusammen, zwei Worte, die jetzt oft gefallen sind! Wir WeberInnen verbinden nicht nur Fäden zu Geweben, sondern auch uns selber zu einer lebendigen Gemeinschaft, die für jede/n ein Gewinn ist. Und nun noch einige Informationen zum Damastweben ansich. Anders als sonst findet ihr die Infos über eine Reihe von Links:
 
Im hohen Norden, in Aurich, das Handwebatelier von Beate Stürmer: 

Im tiefen Süden, in München, die Damasthandweberei von Sylvia Wiechmann:
 
In den weiten des Internets, die Seite von Maliz, auf der  unendlich Interessantes zum Weben zu finden ist:
strick 17 - Blogbeiträge zum Label "Damast"
 
Eine kurze Ausarbeitung zum Damastweben von Sabine Körsgen:
Damastweben
 
Eine Dokumentation einer Jahresarbeit zu einem Aquarell von Paul Klee: "Red and White Domes":
 
 
Das sollten jede Menge Informationen sein. Wer sich dort durch gearbeitet hat, weiß anschließend, dass beim Damastweben Fadengruppen angesteuert werden. Die Steigerung ist dann die Einzelfaden-Ansteuerung, der Jaquardwebstuhl. Im September haben wir geplant uns den Jaquard-Webstuhl im Wülfingmuseum anzuschauen!

Donnerstag, 5. Februar 2026

Jahresprojekt Deflected Double Weave - 25. Januar 2026

Inzwischen schon Tradition sind im Januar die Webarbeiten zum letzten Jahresprojekt. Im März letzten Jahres haben wir uns mit der  Theorie hinter dem Deflected Double Weave beschäftigt und auf das Thema eingestimmt (klick!).

Und es gab reichlich zu sehen und zu befühlen. Die farbliche Gestaltung eines Gewebes ist ja immer nur ein Aspekt, ob man ein Gewebe als gelungen betrachtet oder nicht. Gerade die Haptik und der Fall haben großen Anteil am Gefallen oder Nichtgefallen. Wer will schon gerne ein "Brett" als Schal um den Hals tragen, da können einem die Farben noch so sehr zusagen.

Sogar zwei "Besucherinnen" aus Hannover und Celle hatten sich auf den Weg zu uns gemacht und die Reise mit einem Kultur-Wochenende im Raum Wuppertal-Düsseldorf verbunden. 

 

Aber nun zu den mitgebrachten Arbeiten. Auch auf einem Webrahmen kann man Gewebe in Deflected Double Weave herstellen. Allerdings braucht es dazu mehr als einen Gatterkamm. In der Mitte ein Beispiel mit 3 Gatterkämmen gewebt. Rechts und links sind zwei Beispiele zu sehen, die mit 2 Gatterkämmen gewebt wurden. Hier wurde eine  Anleitung von Erica de Ruiter - ursprünglich für ein Gewebe auf 3 Schäften konzipiert -  für den Webrahmen "umgeschrieben". Rechts und links wurde dieselbe Patrone verwendet, jedoch unterschiedliche Materialien verwendet, und schon hat man zwei vollkommen unterschiedliche Gewebe:

 

Deflected Double Weave ist ja eine Bindung, die davon lebt, dass viel Bewegung im Gewebe möglich ist. Daher hat die Auswahl der verwendeten Garne, die Kombination der Faserarten, die verwendeten Kettfaden- und Schussfadendichten und vor allen Dingen auch die Nachbehandlung großen Einfluss auf  das jeweils fertige Gewebe. Das trifft natürlich letztendlich auf alle Gewebe zu. Aber da hier die Bindung, wie gesagt, auf Bewegung angelegt ist, sind die Auswirkungen einfach weitreichender und vor allen Dingen auch gewollt!

Hier zwei Beispiele aus einem Kurs in Kukate (klick!). Die Proben  links wurden in der Waschmaschine, ohne Rücksicht auf Verluste😉, weitmöglichst verfilzt und gewalkt. Ziel war es, einen festen Walkstoff für einen Mantel oder eine Jacke zu erhalten. Die Proben auf der rechten Seite wurden wesentlich leichter angefilzt. Tja, schade, dass man die Bilder nicht fühlen kann:

 

Hier ein paar Beispiele mit "klassischen" Mustern: 

Und hier noch weitere. In beiden Zusammenstellungen sind sowohl Beispiele mit zwei Farben als auch mit drei Farben zu sehen. Drei Farben im Schuss bedeutet zwangsläufig arbeiten mit drei Schützen.

 

Wechseln sich die beiden Farben im Schuss schön regelmäßig ab, so ist die Randgestaltung eigentlich kein Problem. Der Schütze mit der Farbe, welche nicht bis zum Rand durchgewebt wird (im folgenden Video also der weiße Schussfaden), wird immer abgetaucht wenn er in der Schusspartie der anderen Farbe (hier schwarz) nicht oben zu sehen ist. Also wenn die Farbe/der Schuss, welche bis zum Rand durchgewebt wird (hier schwarz) über die erste andersfarbige Kettpartie (hier weiß) komplett flottiert.

Bindet der Schuss, welcher nicht zum Rand durchgewebt wird (hier weiß) in seiner ersten Kettpartie leinwandmäßig ab oder zeigt diese erste Kettpartie reine Kettflottierungen, so bleibt dieser Schütze auf dem Gewebe. Ich hoffe, es einigermaßen zu verstehen. Das Video von Elisabeth Hill ist ja auf Englisch, aber die Bilder sprechen für sich:


 Im folgenden Video zeigt Natalie Drummond wie sie den Rand mit drei Schützen gestaltet:


Das kann man mögen, oder auch nicht. Je nachdem, in welchen Abständen die jeweilige Schussfarbe eingesetzt wird, gibt mehr oder weniger lange Kettflottierungen am Rand. Links ein Beispiel mit zwei Farben im Gewebe. Rechts ein Gewebe mit drei Farben, der Rand wurde wie im Video von Natalie Drummond gewebt. Dadurch entsteht ein "doppelter Rand", man kann gut die langen Kettflottierungen sehen. In der Mitte wurde der orangene Schuss am Rand hochgeführt.


Hier ein Video zum Hochführen des Schussfadens:


 

Dann gab es noch zwei Schals zu sehen, inspiriert durch "School of Weaving" von Jane Stafford (klick!) Leider waren die Farben schwierig einzufangen. Beide Schals sind in der Längsrichtung zweigeteilt, was optisch einen schönen Effekt ergeben hat:

 

Aus Bremerhafen zwei Beispiele, welche mit derselben Patrone gearbeitet haben. Links oben das Gewebe in Baumwolle 8/2, schwarz nicht mercerisiert und türkis mercerisiert. Allein dieser Unterschied bewirkt, dass sich die Materialien in der Nachbehandlung leicht unterschiedlich verhalten haben. Das mercerisierte Garn geht weniger zusammen als das unmercerisierte. Das große Tuch beeindruckt durch sein Farbspiel und den weichen Fall. Hier wurden bunte Seidenfäden mit gefachter schwarzer Wolle kombiniert.

 

Zu guter letzt noch einige Beispiele mit etwas strengerem, geometrischen Charakter. Links Trockentücher in Cottolin, in der Mitte und rechts oben Schultertücher in Alpaka, rechts unten ein zarter Hauch in sehr feiner Baumwolle!


Alles kann hier nicht gezeigt werden, aber einen Eindruck von dem bunten Reigen habt ihr jetzt bestimmt. Das diesjährige Jahresthema ist diesesmal nicht bindungsbezogen. Unser Thema 2026 ist "Wald!" Wir sind jetzt schon gespannt, was uns dazu alles einfallen wird!


 

Montag, 25. August 2025

Cordbindungen Teil 3

Wie heißt es so schön: aller guten Dinge sind drei! Hier also der letzte Teil zum Thema Cordbindungen.

Bisher haben die Rippen in allen Beispielen Leinwandbindung gezeigt. Natürlich sind auch andere Bindungen möglich, brauchen dann jedoch auch mehr Schäfte. Hier ein Beispiel mit einem Kettköper K2/1 mit Gratwechsel von Rippe zu Rippe, Schussfadenverhältnis 1:1, Schnittfäden in Leinwandbindung. Leider war die Kette nicht mehr lang genug für ein Beispiel ohne Gratwechsel. Ich glaube, das würde mir besser gefallen, da es ruhiger wirken würde.


 

Und hier ein Beispiel, welches weniger gelungen ist. Die Rippen zeigen einen Schussköper K1/2,  Schnittfäden in Längsrips. Während die längeren Kettflottierungen im oberen Beispiel die Rippenwirkung unterstützen, arbeiten die Schussflottierungen der Rippenwirkung entgegen:


 

Nach 15 Proben war dann die Kette zu Ende 😒. Aber theoretisch weben geht ja auch! Nachfolgend zwei Beispiele mit Kettköper K3/1. Hier Schussfadenverhältnis 1:1, Schnittfäden in Leinwand:

 

Und hier Schussfadenverhältnis 2:2, Schnittfäden in Querrips:


 

Wer der Rippenbildung weiter unterstützen möchte, kann sogenannte Füllfäden mit einweben. Diese Füllfäden liegen zwischen den flottierenden Schüssen und dem Rippengewebe. Sie arbeiten überhaupt nicht ein und müssen daher entweder über einen zweiten Kettbaum gebäumt werden, oder über einen beschwerten Stab abgehangen werden. Die Füllkettfäden benötigen wieder zusätzliche Schäfte:

 

 

Vor einigen Jahren haben wir bei einem Workshop mit Winnie Poulsen Topflappen in Cordbindung gewebt. Sie hat erlaubt, dass wir die Patrone hier verwenden dürfen. Die Schussfäden arbeiten in getrennter Funktion; die hellgrauen Schüsse übernehmen die Verstärkungsfunktion, die dunkelgrauen Schussfäden die Bindungsfunktion. Die Bindung zeigt einen Panama 2/2. Die orangenen Kettfäden arbeiten als Füllkettfäden und weben nur in den Säumen mit ein. Das Schussfadenverhältnis ist 1:1 und die Schnittfäden arbeiten "leinwandmäßig". Für die Säume haben wir damals einen elastischen Schuss verwendet. Zusätzlich wurden rechts und links noch jeweils 8 orangene Kettfäden mit gebäumt, die ungelitzt als Fangfäden gearbeitet haben (in der Patrone daher nicht aufgeführt).


 

Und zu guter letzt noch ein Beispiel in Bedford-Cord, unter Verwendung unterschiedlicher Materialien; Baumwolle in der Kette und Merino im Schuss mit anschließender Nachbehandlung durch Anfilzen:


 

Und zu wirklich allerletzt ein Beispiel für die Umsetzung eines Längsrips in einen Querrips, am Beispiel eines Bedford-Cords mit gerader Kettfadenzahl je Rippe, Schussfadenverhältnis 1:1, Schnittfäden in Querrips. Zunächst habe ich durch einfaches Umtauschen der Tritte die Trittfolge "gerade" gesetzt. Denn die Trittfolge wird anschließend zum Einzug.




Danach erfolgt eine Drehung der Patrone um 90° nach links und anschließend eine horizontale Spiegelung nach rechts. Da Kette und Schuss vertauscht worden sind, muss die Anbindung dementsprechend geändert werden: was Hebung war wird Senkung, was Senkung war wird Hebung. Also zeigt die folgende Collage ganz rechts die richtige Fertigungspatrone. Anders als beim Längscord wird beim Quercord mit der Gewebeoberseite nach oben gewebt, da so die Zahl der gesenkten Fäden am höchsten ist, der Schütze also gut geführt werden kann:
 

 
Für Längscord benötigt man also die Fertigungspatrone der letztendlichen Gewebeunterseite, für Quercord die Fertigungspatrone der Gewebeoberseite. Auf jeden Fall hat es ganz schön gedauert, bis beim Herleiten alle Knoten in meinem Hirn gelöst waren 😉. 
 
 
Leider ist im weltweiten Netz kaum etwas über Cordbindungen zu finden. Hier meine Quellen:
  • weben+ 2/16, Aus der Werkstatt, von Krisitne Vilter (S. 36-37)
  • weben+ 1/17, Aus der Werkstatt, von Kristine Vilter (S. 38-41)
  • Fabrics That Go Bump, The best of Weaver's (S. 16-26)
  • Grundlagen der Gewebetechnik, Kordbindungen (S. 223-239) 
  • Gewebetechnik, Hauptmann (S. 31-32, und S. 156-163) 
 
Und dann gibt es ja noch das, worüber man bei der Recherche im Internet stolpert, was eigentlich gar nicht zum Thema gehört (leider auf Englisch): 
 
Hier der dazugehörige Blogbeitrag: 
 
 
Jetzt ist aber wirklich Schluss!