Mittwoch, 8. April 2015

29. März 2015 - Durch Dick und Dünn, und die Sache mit der Maus!

Dick und Dünn, ein weites Feld, schließlich lassen sich durch den Einsatz von Garnen unterschiedlicher Stärken alle Bindungen variieren, bis hin zur Unkenntlichkeit - jedenfallss auf den ersten Blick .

Hier ein Beispiel auf 3 Schäften nach Erica de Ruiter, wie ich finde einfach nur genial. Die Partienbildung erfolgt durch den Einzug des dicken Kettfachens (dunkelrot) auf jeweils unterschiedlichen Schäften:


An diesem Tag haben wir uns jedoch mit "deversified plainweave - DPW" beschäftigt. Hier einige grundlegende Möglichkeiten. Die realen Gewebe entsprechen in der Farbgebung nicht den Patronen waren halt Probeketten zur Verdeutlichung der Systematik. Ach ja, zu erwähnen ist auch die unentbehrliche Unterstützung der kleinen Maus, sagte sie uns doch immer wo es lang ging.

DPW als klassisches Partiengewebe, gearbeitet am Klick:

Umsetzung eines Entwurfes mit Hilfe einer "Köperlinie":

DPW als Network, gearbeitet am David. Das Gewebe in der Mitte gibt nicht die Patrone links wieder, sondern arbeitet mit einer freien "Linie" in der Trittfolge:

Die Anwendung des Networks auf DPW eröffnet nochmal ein weites Feld:


Wie man gut erkennen kann, arbeitet das klassische DPW bindungstechnisch gesehen mit Kett- und Schussgerstenkorn-Kombinationen.

Und hier auch noch ein Beispiel für das "new deversified plainweave". Es stehen mehr Partien zur Verfügung, das Gewebe ist jedoch wesentlich "flacher". Und eigentlich ist es meiner Meinung nach auch kein DPW mehr. Oder sieht jemand noch ein Gerstenkorn:


Leider waren dieses Mal viele verhindert, so dass wir nur ein kleines Trüppchen waren. Daher stellt sich schon die Frage, ob das was wird mit unserem Jahresprojekt: Kissenschlacht in Dick und Dünn. Wir werden sehen.

Hier noch ein kleiner Einblick in unseren "Schulungsraum".

Ein wenig Garn ging auch wieder über den Tisch und die Einnahmen wurden an femnet.ev verspendet.

Wer Interesse hat an einem ausführlicheren Skript, kann sich gerne wenden an:
sabine-koersgen@web.de



Sonntag, 29. März 2015

Der Webertreff auf dem 25. Rheinischen Wollmarkt

Der Webertreff hat die Möglichkeit sich auf dem Wollmarkt in Euskichen-Kuchenheim vorzustellen. Wir werden Auskunft über unserer vielfältigen Aktivitäten geben, Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren  und Einiges zum Anschauen mitbringen. In diesem Jahr gibt es die interessante Ausstellung " Der Pepita-Virus". Dort werden die Besucher unter Anderem auf zwei großen Handwebstühlen die Enstehung zweier verschiedener Pepitamuster verfolgen können.

Wir freuen uns auf ganz viele Besucher und einen sehr schönen Sonntag in der Tuchfabrik Müller
am 07.Juni 2015


 Wer mehr wissen möchte: 25 Jahre Wollmarkt in Euskirchen

Sonntag, 22. Februar 2015

22.Februar 2015 Rund um die Wolle in Bonn

Da waren wir nun, in Bonn-Endenich bei gutem Wetter in Katjas Wintergarten. Zum Thema Wolle gibt es sooo viel zu berichten. Viel Zeit hatten wir heute für den Austausch über die vielen Quellen für ganz außergewöhnliche Wollqualitäten und Farben. Es zeigte sich, dass mittlerweile der Einkauf auch in anderen europäischen Ländern einfach geworden ist. Immer sehr hilfreich ist es gewebte Proben und Beispiele aus Wolle zu sehen. Wir konnten wieder einmal zusammen von allen Erfahrungen profitieren.



Neu war die Idee Garne untereinander zu tauschen oder gegen eine Spende zu erwerben. Das heute so eingenommene Geld leitet Katja an die Organisation femnet-ev weiter. Insgesamt sind 106 Euro zusammengekommen. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!
femnet kämpft unter Anderem gegen die Ausbeutung von Frauen in der Textilherstellung, eine sozialgerechte Modeindustrie und die Kampagne für saubere Kleidung. www.femnet-ev.de


Wir hatten einen schönen Sonntag, auch bei Kaffee und Kuchen :-) und freuen uns schon bald mit Sabine und Matthias durch dick und dünn zu gehen......................

Freitag, 6. Februar 2015

25. Januar 2015 - Aus dem Nähkäst(s)chen

Wie man an der Überschrift unschwer erkennen kann: wir waren in Köln bei Maria.  Anders als in den letzten Jahren wollen wir uns in 2015 abwechselnd in Köln und Mettmann treffen, da diese beiden Orte zentral für alle sind, und so die langen Anfahrtswege wegfallen. Mal sehen, welches Resümee wir am Jahresende ziehen werden.

9-10 hatten sich angemeldet, und es kamen immer mehr - 15 Stühle standen anschließend im großen Kreis! Wie immer gab es reichlich zu bequatschen, befühlen, bestaunen, begreifen, ...
Hier ein kleiner Einblick in einige mitbebrachte Taschen:


Maria machte den theoretischen Einstieg ins Thema: Versäubern, Nähte und Nahtsicherung. Natürlich kann in so kurzer Zeit alles nur angerissen werden. Zunächst muss das Gewebe vor der Nachbehandlung gesichert werden. Vor und nach dem Zuschneiden, nach dem Nähen, für alles gibt es immer wieder unterschiedliche Methoden der Sicherung. Offener Zickzack, geschlossener Zickzack, elastische Nähte, Kettelrand, Overlock, Coverlock, ...

Auch die Wahl des entsprechenden Nähmaterials wie z.B. Schrägbänder und Einlagen hat großen Einfluss  auf das Endergebnis, und damit auf die Qualität unseres fertigen Produktes.
Nach einer Übersicht über die verschiedenen Methoden haben wir fleißig diskutiert und einige Arbeiten angesehen. Handgewebte Stoffe stellen manchmal ganz besondere Anforderungen an die Sicherung und die Nähte. Hier ein paar nette Nähutensilien und mitgebrachte Literatur-Tips zum Thema:


Um einiges auszuprobieren gab es vor Ort Näh- und Overlockmaschinen . Die Überlegungen zum Thema "Welche Maschine ist die Richtige?" nahm so einige Zeit in Anspruch. Nicht zuletzt wurde auch klar, welch große Bedeutung das Bügeln hat. Irgendwie wird immer wieder, zwischendurch und bis zum Schluss gebügelt.
 

Silke zeigte uns dann noch ihre Variante der vereinfachten Briefecke, natürlich mit Hilfe korrekter Bügeltechnik! Und auf besonderen Wunsch hier ein Detail einer mitgebrachten Webarbeit:




Wir freuen uns auf den 22. Februar bei Katja in Bonn.