Donnerstag, 20. August 2015
Tuchfabrik Müller
Am kommenden Sonntag sind wir zu dritt im Museum und weben und geben Auskunft über uns und vor allem auch über das Weben des Pepitamusters. So verteilen wir gerne das Pepitavirus weiter über die Welt. Wir freuen uns über interessierte Besucher.
Sonntag, 16. August 2015
26. Juli 2015 - Bindungen aus einem Einzug
Ein einziger Einzug bietet uns schon viele Variationsmöglichkeiten durch:
- Änderung der Trittfolge
- Änderung der Anschnürung
Hier ein einfaches Beispiel, links die Patrone, rechts das Gewebebild:
Anhand mitgebrachter Webbeispiele und Bücher beschäftigten wir uns näher mit dem Thema. Am eingerichteten Klick konnten wir die Zusammenhänge zwischen Einzug, Anbindung und Trittfolge praktisch nachvollziehen. Und ein Hoch auf die heutigen Webprogramme, machen sie uns das Ausprobieren am Computer doch wunderbar einfach und ermöglichen uns darüber hinaus die Simulation verschiedener Garnstärken. Denn allein die Verwendung unterschiedlicher Garnstärken hat starken Einfluss auf das Gewebebild, obwohl sich die eigentliche Bindung nicht ändert:
Schussgarn ist im Vergleich zum Kettgarn von unten nach oben: dünner, gleich stark, dicker
Hier noch wie immer ein paar Eindrücke von unserem Treffen. Wie man sehen kann, haben wir auch fleißig den Weberknoten geübt, der gerne für das Anknüpfen einer neuen Kette an einen alten Einzug verwendet wird. Durch die Technik des Anknüpfens an die alte Kette spart man sich Einzug und Blattstich!
Zu guter Letzt gibt es sogar noch ein kleines Video zum Weberknoten:
Mittwoch, 8. Juli 2015
07. Juni 2015 - Nachlese Wollmarkt in Euskirchen
Wetterunabhängig waren wir in einem Seitengebäude unterbracht und haben uns dort sehr wohl gefühlt, wenn wir auch nicht so leicht zu finden waren. Bis die Idee kam, unseren Aufsteller umzufunktionieren und nach draußen zu platzieren. Der Wollmarkt hat ja den Ruf oft mit schlechtem Wetter verbunden zu sein. Davon konnte dieses Jahr keine Rede sein, es war Traumwetter. Hier ein paar Eindrücke von unserem Stand und von dem Treiben draußen:
Neben unserem Stand gab es noch eine zweite "Baustelle", Maria hat zwei ihrer Webstühle an das Museum abgegeben, die sie für die aktuelle Pepita-Virus-Ausstellung einrichten musste. Dort war an dem großen Webstuhl das Aufbäumen der 30 Meter langen Kette angesagt, einfädiges feines Streichgarn. Wie man sehen kann brauchte es reichlich Hände und Augen das Ding auf den Baum zu bringen. Gemeinsam haben wir es geschafft!
Das mit den beiden unterschiedlich breiten Ketten war übrigens nicht so geplant. Manchmal passiert das ein oder andere unerwartete Mißgeschickt, und dann heißt es eben "shit happens", irgendwie klappt das schon!
Das mit den beiden unterschiedlich breiten Ketten war übrigens nicht so geplant. Manchmal passiert das ein oder andere unerwartete Mißgeschickt, und dann heißt es eben "shit happens", irgendwie klappt das schon!
Inzwischen ist die Ausstellung ja eröffnet, vielleicht gibt es auch noch einen Bericht von Marias Tag auf der Ausstellungseröffnung.An folgenden Terminen sind Weber/innen unseres Treffs dort in Aktion an den Webstühlen zu erleben und freuen sich über euren Besuch:
12.07.2015 - Martina, 23.08.2015 - Matthias, 20.09.2015 - Maria
25.10.2015 - Matthias, 29.11.2015 - Martina, 13.12.2015 - Maria
25.10.2015 - Matthias, 29.11.2015 - Martina, 13.12.2015 - Maria
Dienstag, 9. Juni 2015
31.Mai 2015 Bändchenweben Weben mit verschiedenen Kammweben, vom einfachen Ripsband bis hin zu eingelesenen Mustern
Da hat es uns erwischt das "Bandfieber". Am Sonntag gab uns Gerda eine Einführung in die Techniken und Möglichkeiten des Bandwebens.
Das Bandweben erfordert für erste schöne Bänder ganz erstaunlich wenig Vorwissen. So konnten auch zwei bisher völlig unerfahrene Mitstreiterinnen sofort praktisch mitarbeiten.Wir hatten vorbereitete Webrahmen mit Webkämmen, einen kleinen Bandwebstuhl, mobile Webgeräte und zwei klassische Inklelooms.
Die Festlegung der farbige Schärfolge ist die erste Grundlage für das Muster. Man braucht eine ungerade Zahl Kettfäden für ein symetrisches Muster und gleiche Ränder. Als Grundbindung dient die Leinwandbindung. Weitere Variantionen können z.B. mit zusätzlichen Stäben festgelegt werden. Auch können weitere "Verzierungen" durch zusätzlich eingelegte Fäden entstehen. Die Möglichkeiten sind wohl unbegrenzt.
Auf die eine oder andere Art werden die Kettfäden gehoben oder gesenkt.
Der Schussfaden ist nicht sichtbar. Er dient wie bei der Bindung Rips nur der
"Fixierung" der Kettfäden und ist am Rand ein kaum zu sehen. Das Muster wird also auschließlich durch die Farbfolge der Kettfäden bestimmt.
Es gibt zahlreiche Bücher mit Anleitung und Mustervorschlägen. Für den Anfang ist es gut eine fertige Schärfolge zu haben damit es einfach losgehen kann. Im Internet findet man sogar einen Bandwebstuhl-Webmustergenerator.
Die Mobilität der Gerätschaften beim Bandweben ermöglicht das Weben einfach überall. Eine tolle Sache.......
Mittwoch, 8. April 2015
29. März 2015 - Durch Dick und Dünn, und die Sache mit der Maus!
Dick und Dünn, ein weites Feld, schließlich lassen sich durch den Einsatz von Garnen unterschiedlicher Stärken alle Bindungen variieren, bis hin zur Unkenntlichkeit - jedenfallss auf den ersten Blick .
Hier ein Beispiel auf 3 Schäften nach Erica de Ruiter, wie ich finde einfach nur genial. Die Partienbildung erfolgt durch den Einzug des dicken Kettfachens (dunkelrot) auf jeweils unterschiedlichen Schäften:
An diesem Tag haben wir uns jedoch mit "deversified plainweave - DPW" beschäftigt. Hier einige grundlegende Möglichkeiten. Die realen Gewebe entsprechen in der Farbgebung nicht den Patronen waren halt Probeketten zur Verdeutlichung der Systematik. Ach ja, zu erwähnen ist auch die unentbehrliche Unterstützung der kleinen Maus, sagte sie uns doch immer wo es lang ging.
DPW als klassisches Partiengewebe, gearbeitet am Klick:
Umsetzung eines Entwurfes mit Hilfe einer "Köperlinie":
DPW als Network, gearbeitet am David. Das Gewebe in der Mitte gibt nicht die Patrone links wieder, sondern arbeitet mit einer freien "Linie" in der Trittfolge:
Die Anwendung des Networks auf DPW eröffnet nochmal ein weites Feld:
Wie man gut erkennen kann, arbeitet das klassische DPW bindungstechnisch gesehen mit Kett- und Schussgerstenkorn-Kombinationen.
Und hier auch noch ein Beispiel für das "new deversified plainweave". Es stehen mehr Partien zur Verfügung, das Gewebe ist jedoch wesentlich "flacher". Und eigentlich ist es meiner Meinung nach auch kein DPW mehr. Oder sieht jemand noch ein Gerstenkorn:
Leider waren dieses Mal viele verhindert, so dass wir nur ein kleines Trüppchen waren. Daher stellt sich schon die Frage, ob das was wird mit unserem Jahresprojekt: Kissenschlacht in Dick und Dünn. Wir werden sehen.
Hier noch ein kleiner Einblick in unseren "Schulungsraum".
Ein wenig Garn ging auch wieder über den Tisch und die Einnahmen wurden an femnet.ev verspendet.
Wer Interesse hat an einem ausführlicheren Skript, kann sich gerne wenden an:
sabine-koersgen@web.de
Sonntag, 29. März 2015
Der Webertreff auf dem 25. Rheinischen Wollmarkt
Der Webertreff hat die Möglichkeit sich auf dem Wollmarkt in Euskichen-Kuchenheim vorzustellen. Wir werden Auskunft über unserer vielfältigen Aktivitäten geben, Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren und Einiges zum Anschauen mitbringen. In diesem Jahr gibt es die interessante Ausstellung " Der Pepita-Virus". Dort werden die Besucher unter Anderem auf zwei großen Handwebstühlen die Enstehung zweier verschiedener Pepitamuster verfolgen können.
Wir freuen uns auf ganz viele Besucher und einen sehr schönen Sonntag in der Tuchfabrik Müller
am 07.Juni 2015
am 07.Juni 2015
Wer mehr wissen möchte: 25 Jahre Wollmarkt in Euskirchen
Sonntag, 22. Februar 2015
22.Februar 2015 Rund um die Wolle in Bonn
Da waren wir nun, in Bonn-Endenich bei gutem Wetter in Katjas Wintergarten. Zum Thema Wolle gibt es sooo viel zu berichten. Viel Zeit hatten wir heute für den Austausch über die vielen Quellen für ganz außergewöhnliche Wollqualitäten und Farben. Es zeigte sich, dass mittlerweile der Einkauf auch in anderen europäischen Ländern einfach geworden ist. Immer sehr hilfreich ist es gewebte Proben und Beispiele aus Wolle zu sehen. Wir konnten wieder einmal zusammen von allen Erfahrungen profitieren.
Neu war die Idee Garne untereinander zu tauschen oder gegen eine Spende zu erwerben. Das heute so eingenommene Geld leitet Katja an die Organisation femnet-ev weiter. Insgesamt sind 106 Euro zusammengekommen. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!
femnet kämpft unter Anderem gegen die Ausbeutung von Frauen in der Textilherstellung, eine sozialgerechte Modeindustrie und die Kampagne für saubere Kleidung. www.femnet-ev.de
Wir hatten einen schönen Sonntag, auch bei Kaffee und Kuchen :-) und freuen uns schon bald mit Sabine und Matthias durch dick und dünn zu gehen......................
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